Einmal jährlich werden die aktiven und im Ruhestand befindlichen Geistlichen des Kirchenbezirkes zusammen mit ihren Partnerinnen und Partnern vom Bezirksältesten Reiner Imhof zu einem besonderen Gottesdienst eingeladen. Mehr als 125 Seelsorger waren am 24. November der Einladung gefolgt und versammelten sich in der Kirche in Bad Hersfeld. Ein gemischter Chor und Männerchor setzten an diesem Nachmittag die musikalischen Akzente.
Der Eingangsvortrag des Liedes "Der Heiland sorgt für dich" mit dem Refrain "....traue ihm fest" war der erste Impuls für die Predigt. "Wir dienen Gott und dürfen darauf vertrauen, dass er uns beisteht", so der Bezirksälteste. Das biblische Gleichnis von der Speisung der 5.000, bei der alle satt wurden, mache deutlich, dass Gott das Wenige (in dem Fall fünf Brote und zwei Fische) segnet, wenn man dankbar ist und nicht den Mangel beklagt. "Am Ende blieb mehr übrig, als man überhaupt meinte zu haben. Gott sorgt für dich, auch wenn du das Gefühl hast, mit leeren Händen dazustehen. Vertrau ihm!"
Demütig dienen und Freude bereiten
Der Predigt lag das Bibelwort aus 2.Korinther 1,24 zugrunde:
„Nicht dass wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude, denn ihr steht im Glauben.“
Als Diener Gottes im ordinierten Amt sei Demut der Schlüssel zu gesegneter Arbeit, machte der Bezirksälteste in seinen Ausführungen deutlich. Es gelte, demütig vor Gott zu sein, von dem alle Gaben ausgehen. Er rief auch dazu auf, demütig vor der Gemeinde zu sein und nicht sich selbst, sondern Jesus Christus in die Mitte zu stellen.
„Die Quelle der Freude in der Gemeinde ist nicht unsere Begabung, sondern der Blick auf Jesus Christus und seine verheißene Wiederkunft. Darauf wollen wir die Gemeinde vorbereiten.“
Gott kann dich gebrauchen
In seinem Predigtbeitrag stellte Bezirksevangelist Jörg Hoffmann heraus: „Alle Gaben, die wir haben, kommen von Gott, der uns in seinen Dienst gerufen hat. Das macht uns demütig.“ Er stellte die Frage, wie wir den Nächsten sehen und wonach wir ihn beurteilen würden und erinnerte an das Bibelwort: „Einer achte den anderen höher als sich selbst.“
Du bist an deinem Platz genau richtig
Auch Priester Daniel Kopp, stellvertretender Bezirksvorsteher seit März dieses Jahres, wurde zu einem Predigtbeitrag gebeten. Er betonte, dass jeder an dem Platz, an dem er dient, genau richtig ist und Gott sich dazu bekennt. „Ein Werkzeug muss gut in der Hand des Meisters liegen, damit dieser ein gutes Werkstück herstellen kann.“ Das gelinge dann, wenn man sich bewusst sei, auf den Herrn angewiesen zu sein, so Priester Kopp. Abschließend betonte er, dass die Tatsache, dass Jesus in der Mitte der Gemeinde ist und in und durch die Geistlichen wirkt, Freude schaffe und die Grundstimmung des Herzens sein sollte.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahles komprimierte der Bezirksälteste die Predigtinhalte auf ein bekanntes Christuszitat: „Der Größte unter euch soll euer Diener sein!“
28. November 2024
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Michael Schütrumpf
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