Eine besondere Gemeinde hatte sich zum Palmsonntag in Bad Hersfeld versammelt. Zusätzlich zu den Gemeinden Friedewald, Kathus und Wahlhausen hatte Bezirksältester Reiner Imhof auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahre 1976 und 2001 aus dem gesamten Bezirk eingeladen. Die Predigt stand darüber hinaus im Zeichen des Einzugs von Jesus in Jerusalem.
Etliche Jubilare, die 2026 ihre goldene oder silberne Konfirmation feiern können, waren der Einladung gefolgt. Der Bezirksälteste stellte heraus, dass dies ein Hinweis darauf sei, dass eine Entwicklung des Glaubens stattgefunden habe und es nicht bei dem damaligen Auswendiglernen von Glaubensartikeln im Konfirmandenunterricht geblieben sei.
Lesung zum Palmsonntag
Die Predigt basierte auf dem Bibelwort: „Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten die sie gesehen hatten.“ (Lukas 19,36+37). So erinnert der Palmsonntag daran, dass Jesus wenige Tage vor seinem Tod am Kreuz auf einem jungen Esel in Jerusalem einzog und wie ein König gefeiert wurde. Die von einer Konfirmandin vorgetragene Lesung aus dem Markusevangelium führte der Gemeinde das Geschehen vor Augen.
Erlebten Glauben bekennen
Bezirksältester Imhof betonte in der Predigt unter anderem, dass die Zeitgenossen Jesu leider seinen Auftrag missverstanden hätten und demzufolge auch in Ihren Erwartungen enttäuscht wurden. „Jesu Fokus lag darauf, die Menschen zu Gott zu führen, wo in der Gemeinschaft mit ihm göttlicher Friede herrsche und nicht primär den Frieden auf Erden zu bringen. Lasst uns bei allen Schwierigkeiten im täglichen Leben den Fokus auf das Glaubensleben richten,“ forderte der Bezirksvorsteher die Gemeinde auf.
Dabei lohne sich immer der Blick auf das, was man mit Gott bereits erlebt habe. „Lasst uns Jesus bekennen, in dem wir unseren Glauben leben“ fasste der Bezirksältester Imhof zusammen.
Frieden schafft Geborgenheit
Diesen Gedanken unterstrich auch der Bad Hersfelder Gemeindevorsteher, Hirte Friedbert Herbst, in seinem Predigtbeitrag. Er betonte, dass der Friede, den Gott schenke, ein Umfeld der Geborgenheit und Stärke in der Gemeinde bereite. „Mit diesem Frieden lasst uns auch dem Nächsten begegnen. Dazu ist auch unsere Vergebungsbereitschaft und das Zugehen auf den Nächsten mit der Bitte um seine Vergebung erforderlich“, so der Hirte.
Mit diesem besonderen Impuls feierte die Festgemeinde im Anschluss das Heilige Abendmahl.
Ankündigung des Vorsteherwechsels in Bad Hersfeld
Nach dem Gottesdienst informierte Bezirksältester Reiner Imhof noch darüber, dass Apostel Gerd Kisselbach bei seinem bevorstehenden Besuch am 12. April auch einen Wechsel in der Gemeindeleitung für Bad Hersfeld vornehmen wird: Der seit 2003 als Gemeindevorsteher tätige Hirte Friedbert Herbst wird in den Ruhestand treten und Priester Werner Rohloff (Gemeindevorsteher von Kathus) künftig auch die Gemeinde Bad Hersfeld leiten. Gleichzeitig soll Priester Manuel Lenz als Vorstehervertreter für beide Gemeinden ernannt werden.
31. März 2026
Text:
Hans-Jürgen Röhr,
Michael Schütrumpf
Fotos:
Jörg Möller
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