Mit großer Vorfreude starteten 37 Seniorinnen und Senioren aus dem Kirchenbezirk Hersfeld-Lauterbach am 26. Juni 2026 ihre Reise in Richtung Norden. Nach den Zustiegen in Alsfeld, Bad Hersfeld und Sontra war die Gruppe komplett, und der Bus von „Plus Bus Tour“ setzte sich Richtung Bremen in Bewegung.
1. Tag: Anreise – Bremen
An der Autobahnraststätte Göttingen legten wir eine Frühstückspause ein, bei der unser Fahrer René ein rustikales Frühstück vor dem Bus für uns vorbereitete. Anschließend ging es über die Autobahnen A 7 und A 27 weiter nach Bremen. Am Nachmittag erreichten wir die Hansestadt und wurden am Marktplatz von zwei Herren zu einem etwa 1,5-stündigen Stadtrundgang begrüßt. In zwei Gruppen erkundeten wir die Sehenswürdigkeiten der alten Innenstadt, darunter den berühmten Roland, die Bremer Stadtmusikanten, das historische Rathaus sowie das malerische Schnoor Viertel. Bei der sommerlichen Hitze suchten einige TeilnehmerInnen Erfrischung in einem Eiscafé. Um 16:30 Uhr brachte uns René zum Atlantic Hotel Universum, wo wir unsere Zimmer bezogen. Einige blieben noch etwas länger in der Innenstadt, bevor sie eine Stunde später abgeholt wurden. Nach dem Abendessen genossen wir bei angenehmen Temperaturen einen geselligen Ausklang auf der Hotelterrasse mit kühlen Getränken.
2. Tag: Bad Zwischenahn – Gottesdienst in Bremen Arsten
Nach dem Frühstück führte uns die Fahrt in den Landkreis Ammerland nach Bad Zwischenahn, berühmt für seine zahlreichen Baumschulen und die Lage am drittgrößten Binnensee Niedersachsens. Das blühende Landschaftsbild eignete sich hervorragend für einen beschaulichen Spaziergang vom Fähranleger der „Weißen Flotte“ durch den gepflegten Kurpark. Überall luden Bänke zum Verweilen ein. Anschließend schlenderten wir durch das hübsche Städtchen Bad Zwischenahn und genossen bei Bruns ein frisches Fischbrötchen, bevor wir zum Fähranleger zurückkehrten. Dort erwartete uns eine Schifffahrt mit Kaffee und Kuchen – eine herrliche Gelegenheit, die Umgebung vom Wasser aus zu entdecken. Bei strahlendem Sommerwetter und einer angenehmen Brise wurde die etwa 70-minütige Fahrt zu einem wahren Genuss. An der Rügenwalder Mühle machten wir noch ein gemeinsames Gruppenfoto als Erinnerung an diesen gelungenen Tag.
Um 16:00 Uhr traten wir die Rückfahrt zum Hotel an, denn an diesem Mittwochabend lag ein besonderes Ereignis vor uns: Das Abendessen war bereits um 17:30 Uhr bestellt, da wir zum Gottesdienst in der Gemeinde Bremen Arsten angemeldet waren. Organisiert wurde dies von unserem Seniorenbeauftragten. Dort wurden wir vom Vorsteher und den Brüdern herzlich willkommen geheißen. Auch BZA i.R. Karl-Heinz Schuhmacher war anwesend. Einmal im Monat feiern vier Bremer Gemeinden gemeinsam einen Gottesdienst, und so war es auch an diesem Mittwochabend. Nach dem Gottesdienst, dem „Highlight” unserer Reise, gab es einen kleinen Imbiss, der die Möglichkeit bot, miteinander ins Gespräch zu kommen. Für alle Anwesenden wurde zudem ein Eis gereicht – eine kleine süße Überraschung, die den Abend gelungen abrundete und für strahlende Gesichter sorgte. Glücklich und erfüllt kehrten wir zurück ins Hotel und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
3. Tag: Deutsches Auswandererhaus – Hafenrundfahrt
Der dritte Tag begann mit einem Geburtstagsständchen für ein Geburtstagskind. Gut gestärkt fuhren wir um 9:00 Uhr nach Bremerhaven, einer eigenständigen Großstadt an der Wesermündung und Teil des Bundeslandes Freie Hansestadt Bremen. Bremerhaven ist bekannt als der größte Seehafen Deutschlands für Container, Autos und Kreuzfahrtschiffe.
Zuerst besuchten wir das Deutsche Auswandererhaus, das die bewegende Geschichte der Menschen erzählt, die von hier aus nach Amerika auswanderten. Die Ausstellung vermittelte eindrucksvoll die Gefühle und Herausforderungen dieser Menschen auf ihrem Weg in ein neues Leben.
Im Anschluss machten wir eine etwa zweistündige Busrundfahrt durch den Hafen. Dabei bekamen wir spannende Einblicke in den Auto- und Containerterminal. Wir beobachteten, wie Stelzenfahrzeuge Container bewegen und stapeln, und erfuhren Wissenswertes über die tägliche Verladung von rund 7.500 Autos auf Züge sowie die Beladung von 6–7 Autotransportern.
Nach einem erlebnisreichen Tag kehrten wir um 18:00 Uhr ins Hotel zurück. Unser „Peter“ erhielt noch Besuch von Sohn, Schwiegertochter und Freunden, mit denen gemeinsam das Abendessen genossen wurde. Danach saßen wir noch gemütlich zusammen und ließen die vergangenen Tage Revue passieren.
4. Tag: Heimreise mit Zwischenstopp in Papenburg
Am letzten Tag hieß es nach dem Frühstück Koffer verladen und Abfahrt um 8:50 Uhr mit Zwischenstopp in Papenburg, der nördlichsten Stadt im Emsland. Bekannt ist Papenburg vor allem durch die Meyer Werft, die imposante Kreuzfahrtschiffe baut. Vom Besucherzentrum bot sich uns ein einmaliger Blick in die riesigen überdachten Baudockhallen, in denen gerade Schiffe namhafter Reedereien wie AIDA, MSC Cruises, Norwegian Cruise Line, Carnival Cruise Line oder Disney Cruise Line entstehen. Die Ausstellung zeigte unter anderem original Musterkabinen und beeindruckende Details wie einen sechs Meter großen Schiffspropeller.
Um 13:15 Uhr starteten wir die Heimreise über die Autobahn A 33. Auf einem Rastplatz genossen wir unterwegs ein Drei-Gänge-Menü mit Würstchen, Brot und Senf, dass unser Fahrer René anrichtete. Unsere letzte Pause machten wir am Autohof Rüssel in Kassel. Danach erfolgte der Ausstieg in umgekehrter Reihenfolge: Sontra, Bad Hersfeld und Alsfeld.
Dankbar über die gelungenen und gemeinsamen Tage
kehrten wir zurück in unsere Heimat.
Viele Gebete begleiteten unsere Reise, wurden erhört,
und wir sind alle sicher und gesund geblieben.
Danke auch an unseren Busfahrer Rene,
der uns sicher gefahren hat
9. Juni 2026
Text:
Angelika Klebe
Fotos:
Wolfgang Hohlfeld,
Angelika Klebe
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