Mit großer Freude hat Apostel Gerd Kisselbach seinen Antrittsbesuch im neuen Amt in der Gemeinde Friedewald am 6. März 24 durchgeführt. Auch für die eingeladene Gemeinde Wahlshausen ein besonderer Festtag, denn etliche Wahlshäuser konnten diesen Gottesdient live miterleben oder waren per Telefon angeschlossen.
Große Freude über den seltenen Besuch
Bereits für den 17. Januar war der Besuch vorgesehen, konnte aber aufgrund des heftigen Wintereinbruchs nicht durchführt werden, da der Apostel leider 14 Stunden im Stau stand. Umso größer war nun die Freude auf beiden Seiten über das gemeinsame Gottesdiensterleben. Die große Festgemeinde mit nahezu 70 Teilnehmern, unter ihnen auch als Ehrengast der Friedewalder Bürgermeister Julian Kempka, erlebte neben der Feier des Heiligen Abendmahls auch eine „Heilige Versiegelung“ mit. In dieser besonderen Segenshandlung empfing ein Erwachsener und ein Kleinkind die Spendung des Heiligen Geistes und damit die volle Kirchenmitgliedschaft.
Der Gottesdienst war ein herausragendes Fest im Kirchenjahr, denn der Arbeitsbereich des Apostels ist mit 73 Gemeinden in 6 Kirchenbezirken recht groß: Er reicht von der Bergstraße im Süden bis ins Weserbergland im Norden. Somit ist eine solche Gottesdienstfeier in der kleinen Gemeinde Friedewald äußerst selten.
Christen in der Anfechtung
Der Apostel Wort legte dem Gottesdienst ein Wort aus dem Brief des Jakobus zugrunde:
„Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis“ (Jakobus 1,17)
Zunächst stellte er kurz den Absender des Briefes vor: Apostel Jakobus war nicht nur ein Jünger, sondern auch einer der leiblichen Brüder Jesu. Damit stand er dem Herrn Jesu sehr nahe, war ganz eng mit ihm verbunden und somit sind seine Worte auch tief im Evangelium gegründet. In seinem Brief wandte sich Jakobus an die "Christen in der Anfechtung".
Auch in der heutigen Zeit sei die Christenheit in machen Anfechtungen. Beispielsweise durch den immer häufiger festzustellenden Zustand, keine Zeit mehr zu haben, von Unfrieden und Sorgen umgeben zu sein und dass der Umgangston untereinander immer „rauher“ wird, weil man nicht mehr in dem nötigen Maße das Gebot der Nächstenliebe beherzigt. Menschen sind zudem auch oft Stimmungsschwankungen unterlegen.
Gottes Verlässlichkeit - Vollkommene Gaben Gottes
Dem gegenüber steht die Verlässlichkeit Gottes, der in seinem Wesen immer eindeutig der Gute und Vollkommene ist und weder von Stimmungen noch von plötzlichen Gefühlen abhängig ist.
Manche Gaben, die sich Menschen untereinander schenken, haben für den Beschenkten einen dauerhaften Nutzen und lösen bleibende Freude aus, während andere Geschenke aber auch oft nur den kurzen Weg bis zu einer Schublade schaffen, in denen sie dann verschwinden und bald vergessen sind, so der Apostel. Anders verhalte es sich mit unserem Gott.
Er gibt nicht nur den Menschen vollkommene Gaben wie beispielsweise seine bedingungslose Liebe, sondern verkörpert selbst die Liebe. Weitere Gaben, die uns immer wieder geschenkt werden sind sein Wort, seine Gnade und seinen Frieden. Gott vergisst oder verwirft uns nicht. Er hält uns bei der Hand und richtet uns wieder auf, wenn wir in Sünde fallen. Ebenso sind die Hoffnung und das Vertrauen darauf, dass Gottes Verheißungen sich erfüllen Gnadengeschenke Gottes, welche die Seele stärken. Wir dürfen berechtigt darauf hoffen, dass Gott uns bei der Wiederkunft Christi in Gnaden annehmen wird.
Heilige Versiegelung
Ein 84-jähriger Glaubensbruder empfing zusammen mit einem Kleinkind das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Anschaulich erläuterte der Apostel in seiner Ansprache das Geschehen, bei dem der liebe Gott mit dieser Sakramentsspendung einen „Samen“ in die Seele lege, ähnlich wie bei einer Aussaat. Es muss danach weitere Pflege folgen, es müssen die richtigen Rahmenbedingungen gegeben sein, damit auch Wachstum und Frucht einsetzen kann. Diesen Wunsch und Rat gab er den Eltern des kleinen Karl, welche das nun stellvertretend für ihren kleinen Sohn umsetzen sollten, und auch dem erwachsenen Glaubensbruder mit auf den künftigen Weg. Danach erfolgte die heilige Handlung gemäß dem Vorbild der urchristlichen Gemeinde durch Handauflegung und Gebet des Apostels. (Vgl. hierzu Apostelgeschichte 8,12ff: "... da legten sie die Hände auf sie und sie empfingen den Heiligen Geist“)
11. März 2024
Text:
Michael Schütrumpf
Fotos:
Harald Becker
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