Einmal im Jahr kommen die Geistlichen und Ruheständler des Bezirks mit ihren Partnerinnen und Partnern in Bad Hersfeld zusammen, um Gottesdienst zu feiern und die Gemeinschaft zu stärken. Für Sonntag, 15. März stand das Ereignis im Jahresplan. Der seit November im Arbeitsbereich wirkende Bischof Sascha Tümmler feierte den Gottesdienst mit der besonderen Gemeinde.
„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Dient dem Herrn Christus!“ (Kol. 3,23+24) Der von Apostel Paulus an die Gemeinde in Kollossä gerichtete Hinweis zur Art des Dienens im Sinne Jesu Christi war Mittelpunkt der Predigt.
Zu Beginn dankte der Bischof den Geistlichen für ihre Bereitschaft, sich in der Kirche einzubringen, Gottesdienste zu feiern, Seelsorge zu leisten und notwendige organisatorische Angelegenheiten zu erledigen. Er machte deutlich, dass der Umfang der Mitarbeit individuell sehr unterschiedlich sein kann. „Wir sollten nicht unser Engagement als Maßstab für andere anlegen, sondern für jede Mitarbeit dankbar sein.“
Sicherheit im Dienst
Dass die Vollmacht des Amtes nicht dazu befähige oder die Aufgabe beinhalte, alle Probleme der Glaubensgeschwister zu lösen, verdeutlichte der Bischof im Folgenden. Vielmehr gelte es, als Seelsorger für jeden ansprechbar zu sein, zuzuhören und Halt zu geben, mit den Weinenden zu weinen und sich mit den Freudigen zu freuen.
Klar beschrieb der Bischof die Herkunft des Amtes: „Das Du im ordinierten Amt dienst, ist ein Ruf Gottes und entspringt nicht menschlichen Überlegungen". Dieses Wissen gebe Sicherheit, fuhr der Bischof fort und schloss die Bitte an: „Bleibe bei deinem Ja!“.
Dienen mit Herz
Wie sieht Gott wohlgefälliges Dienen aus? Der Bischof gab Hinweise:
Predigen mit Herz – eine der Gemeinde zugewandte und verständliche Predigt lässt Gottes Liebe empfinden.
Seelsorge mit Herz – nahe bei den Glaubensgeschwistern sein, insbesondere in schwierigen und belastenden Momenten. „Einfach nur die Hand halten und schweigen kann mehr bewirken als Worte.“
Organisation mit Herz. Es könne vorkommen, dass etwas richtig schiefgelaufen ist, so der Bischof. Er riet dazu, nicht vorwurfsvoll und harsch darauf zu reagieren, sondern mit Offenheit und Liebe einen besseren Weg aufzuzeigen..
"Wir dienen dem Herrn, um die Gläubigen in ihrer Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi begleiten. Gemeinsam möchten wir das Erbe vom Herrn empfangen -die Annahme bei der Wiederkunft Christi“, brachte der Bischof es abschließend auf den Punkt.
Gott hat Ja zu dir gesagt
In seinem Predigtbeitrag unterstrich der Leiter des Kirchenbezirks, Bezirksältester Reiner Imhof, die Bedeutung der Sicherheit, dass Gott Ja zu unserem Dienst gesagt hat. „Er hat uns an den Platz gestellt, an dem wir dienen.“ Das Wirken mit ganzem Herzen lasse die Gemeinde wahrnehmen: Nicht theologisches Wissen steht im Vordergrund, sondern die Liebe die Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist jedem von uns entgegenbringen.
Mit einer sehr bewegenden Feier des Heiligen Abendmahls fand der Gottesdienst für Geistliche seinen Höhepunkt.
24. März 2026
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Privat
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