Am Mittwoch, 3. September 2025, besuchte Bezirksapostel Stefan Pöschel die Gemeinde Eschwege. Eigentlich hatte sich Bezirksvorsteher Reiner Imhof zum Gottesdienst angemeldet.
Die Freude war bei allen Anwesenden groß, als der Bezirksapostel an den Altar trat.
„Mit Freuden dienen“ war das Motto des Gottesdienstes, dem Bezirksapostel Pöschel das Bibelwort aus Psalm 100, 2 zugrunde legte: „Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!“
Der Psalm sei eine Einladung an das Volk Israel – und an alle Getauften heute: Gott hat sie erwählt, ihm zu dienen. Diese Erwählung ist kein Verdienst, sondern Gnade – und darum ein Grund zur Dankbarkeit.
Doch was heißt eigentlich „Gott dienen“? „Der erste Weg, dem Herrn zu dienen, ist, ihn anzubeten.“ Nicht äußerlich, sondern im Herzen:
Dienen heißt: den Willen Gottes tun. „Er ist mein Herr, ich tue seinen Willen.“ Und: Jesus nachfolgen, um ihm ähnlich zu werden.
Als weiteren zentralen Aspekt führte der Bezirksapostel das Verkünden des Evangeliums auf – nicht spektakulär, sondern ganz bodenständig: „Wir müssen das Evangelium in unserem täglichen Leben verkünden, in der Art und Weise, wie wir uns verhalten, wie wir unseren Nächsten behandeln, wie wir unsere Entscheidungen treffen, wie wir reagieren, wenn in unserem Leben etwas passiert. Das ist die Art und Weise, wie wir das Evangelium verkünden können.“
Auch das praktische Engagement in der Kirche gehört dazu. „Das ist auch eine schöne Art, dem Herrn zu dienen, indem wir unsere Gaben bringen und zum Funktionieren der Kirche beitragen.“ Opfer, Mitarbeit, Gebet – all das hilft mit, dass die Kirche ihren Auftrag erfüllt und Menschen Gott begegnen können.
Wer dient, sollte keine Belohnung erwarten. „Auch wenn ich alles getan habe, ich bin ein unbedeutender Diener.“ Der Bezirksapostel machte deutlich: „Wir sollten dem Herrn nicht dienen, um etwas zu bekommen. Wir sollten dem Herrn dienen, weil wir bereits so viel erhalten haben.“
Nach dem Predigtbeitrag von Bezirksältesten Imhof war die Gemeinde zur Feier des Heiligen Abendmahls eingeladen. Im Anschluss an den Gottesdienst, der vom Gemeindechor umrahmt wurde, nutzten die Gottesdienstteilnehmer die Gelegenheit, sich von ihrem „Überraschungsbesuch“ zu verabschieden.
8. September 2025
Text:
Stefanie Hugo
Fotos:
Stefanie Hugo
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