Wartenberg. Gleich zwei Premieren erlebte die große Festgemeinde, die sich am Sonntag, den 5. Mai 2024 im Wartenberg-Oval versammelt hatte: Zum ersten Mal seit seiner Ordination im vergangenen Oktober diente Apostel Gerd Kisselbach dem gesamten Bezirk Hersfeld-Lauterbach den 400 versammelten Gläubigen vor Ort und den mehr als 200 Teilnehmenden via Bild- und Tonübertragung. Zum anderen wurde Priester Daniel Kopp, seit März weiterer stellvertretender Bezirksvorsteher, zum Predigtbeitrag in diesem großen Kreis gebeten und konnte sich so seinen Geschwistern vorstellen. Im Mittelpunkt der Wortverkündigung standen Kraft und Wirkung des Heiligen Geistes.
Auf den Herrn harren
Zu Beginn ging Apostel Kisselbach auf die verschiedenen Lebenssituationen ein. „Manche erleben eine wirklich gute Phase, andere sind in sehr schwierigen Verhältnissen.“ Er erinnerte an die Bibelstelle: „Die auf den Herren harren, kriegen neue Kraft, dass die auffahren mit Flügeln wie Adler.“ (Jesaja 40, 31). Der Apostel riet der Gemeinde, sich diese Kraft zu eigen zu machen und sich aus den Verhältnissen mit Gottes Hilfe zu erheben.
Auswirkungen des Heiligen Geistes
„…ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ Dieses Wort aus Apostelgeschichte 1, Vers 8 war Grundlage für die Predigt.
Zunächst verdeutlichte der Apostel, dass der Heilige Geist zwei Aufgaben habe:
Die Erste: Die Gläubigen zu Gott zu führen und den Weg zu weisen, der durch und in Jesus Christus gelegt ist. „Der Heilige Geist führt auch zum Nächsten“ kennzeichnete er die zweite Aufgabe und erwähnte, dass von der ersten Gemeinde berichtet wird, dass die Gläubigen ein Herz und eine Seele waren. „Das verbindende Wirken von Gottes Geist ermöglicht diese Einheit auch heute, trotz aller Unterschiede in den Gemeinden.“
Welche Auswirkung die Kraft des Heiligen Geistes noch habe, erläuterte er am Beispiel von Petrus. Dieser habe noch an Karfreitag den Herrn dreimal verleugnet und wenige Tage später, nicht lange nach Pfingsten, vor dem Hohen Rat gestanden und bekannt: „Wir können´s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ (Apg. 4,20).
Als Beispiele, was die Jünger bei Jesus gesehen und vom ihm gehört hatten, führte der Apostel das Dienen, das Verkündigen des Heils und den Umgang mit den Kindern in der Gemeinde an. Er forderte die Versammelten auf, es ihm gleich zu tun und an der Verheißung der baldigen Wiederkunft Christi im Glauben festzuhalten.
Gott verwirft dich nicht!
Apostel Kisselbach ging mehrfach auf den Vertrag von Chor und Orchester zu Beginn des Gottesdienstes ein. Aus dem vertonten 51. Psalm „Schaff in mir Gott ein reines Herz“, griff er die Passage „verwirf mich nicht von deinem Angesicht“ heraus und betonte: „Gott ist unser himmlischer Vater, der uns liebt, der weiß, was wir benötigen und der uns immer wieder annimmt, Mut macht und stärkt – egal, was wir getan oder nicht getan haben.“
Wirken aus und mit Liebe
Priester Daniel Kopp und Bezirksältester Reiner Imhof wiesen in ihren Predigtbeiträgen auf eine bekannte Bibelstelle hin: „…denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“. Die Liebe helfe, so zu handeln wie Christus es tat, betonte der Bezirksälteste. Priester Kopp rief die Gemeinde dazu auf, dem Heiligen Geist und seinen Impulsen Raum zu geben und ihnen zu folgen.
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