Hirte i.R. Karl Siebert und seine Frau Christel konnten das besondere und außergewöhnliche Fest der Eisernen Hochzeit begehen und den Segen dazu im Sonntagsgottesdienst hinnehmen.
Fulda, 09. Juni 2024. Mit vielen Gästen und im Kreis der Glaubensgeschwister empfingen der langjährige Gemeindevorsteher und seine Frau den Segen zu ihrer Eisernen Hochzeit durch den Bezirksältesten Reiner Imhof - Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Hersfeld-Lauterbach.
In seiner Predigt erwähnte Bezirksältster Imhof den Titel einer Radiosendung mit kirchlichem Inhalt "Kirche - bei Gelegenheit". Im Gegensatz zu der Aussage, man könne Gott an verschiedenen Orten und bei unterschiedlichen Gelegenheiten erleben, riet der Bezirksälteste dazu, als Christ jede Gelegenheit zu nutzen, um im Gottesdienst in Wort und Sakrament die aktuelle Gegenwart Gottes im Wirken des Heiligen Geistes zu erleben.
Thematisiert wurde in dem Gottesdienst Maria, die Mutter Gottes. Früher Maria - heute wir! Maria sei heute für die Christen das Sinnbild der Kirche und in ihrem Wesen ein Vorbild für alle Nachfolger Christi. Im Bewusstsein der Naturgesetze und ihrer eigenen Lebenssituation war Maria die Botschaft des Engels Gabriel, den verheißenen Erlöser zur Welt zu bringen, völlig unbegreiflich. In ihrem demütigen Wesen jedoch nahm Sie die Botschaft und die damit verbundene Aufgabe gläubig an. Bezirksältester Imhof erwähnte in diesem Zusammenhang das geflügelte Wort: "Gott ruft nicht die Fähigen, sondern er befähigt die Berufenen!" (aus: neuapostolisch / Die Kirchenzeitschrift Nr. 06/2024, Seite 69).
Trotz mancher Lebensrückschläge, die Maria erleben musste: ihr wurde gesagt, sie werde den Sohn des Höchsten gebären, dem Gott den Thron seines Vaters Davids geben werde; er werde König sein und sein Reich werde kein Ende haben. Und dann stehe sie eines Tages unter einem Kreuz und müsse zusehen, wie ihr Sohn qualvoll sein Leben aushauche. Anstatt Königtum und Regentschaft auf dem Thron Davids, ein scheinbar schmähliches Ende wie das eines Schwerverbrechers. Doch gerade in diesem Widerspruch sei Gottes Handeln zum Ausdruck gekommen: Jesus sei nicht nur ein Revolutionär gewesen sondern wahrhaftiger Sohn Gottes. Seine Auferstehung und Himmelfahrt seien nicht symbolisch zu verstehen, sondern der Sieg Gottes über Tod und Sünde. So sei auch die Erwartung des wiederkommenden Christus zur Heimholung der Brautseelen für gläubige Christen Realität.
Maria habe diese persönlichen Erlebnisse mit Blick auf Gott, den Herrn und nicht nur mit Blick auf ihr Kind ertragen können.
Priester Daniel Kopp, einer der beiden stellvertretenden Bezirksvorsteher, unterstrich in seinem Predigtbeitrag nochmal den Glauben, die Treue und das demütige Dienen der Gottesmutter und ermutigte die Gemeinde ihrem Beispiel zu folgen.
Angeregt durch das Lied des gemischten Chores ("Wie Maria will ich lauschen", Chorbuch Nr. 128) rief Bezirksältester Imhof die Gemeinde zu einem "christlichen Lauschangriff" auf und in rechter Position, Richtung und am richtigen Platz das Wort Gottes zu hören und sich innerlich im Heiligen Abendmahl durch die Gegenwart Jesu Christi berühren zu lassen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde dem Ehepaar der Segen gespendet.
Für die Zukunft gab Bezirksältester Imhof das Bibelwort aus Psalm 37, 3-5 mit, was in der Albrecht-Bibel lautet: "Baue auf Jahwe und handle gut, / Bleibe im Lande und pflege Treue! So wirst du Wonne an Jahwe haben, / Der dir gewährt deines Herzens Wunsch. Gründe auf Jahwe dein Lebenslos , / Traue auf ihn, denn er macht's wohl!"
Zu wünschen bleibt den beiden Eheleuten noch viele weitere gemeinsame Jahre in guter Gesundheit und auch die damit verbundene Möglichkeit des regelmäßigen Besuchs der Gottesdienste.
10. Juni 2024
Text:
Steffen Wahl
Fotos:
Steffen Wahl
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