Das Eingangslied des Gottesdienstes am 21. September 2025 „Aus der Näh und aus der Ferne sind wir vereint und wollen gerne von dir, o Herr, gesegnet sein“ machte bereits deutlich, worum es gehen sollte: Um den geistlichen Segen.
An diesem Sonntag wurde der Videogottesdienst aus der Gemeinde Bad Hersfeld live per Youtube gesendet. Gastgeber dieser Videogottesdienste am Sonntag sind im Wechsel die drei deutschen Gebietskirchen Nord- und Ostdeutschland, Süddeutschland sowie Westdeutschland. So hatten sich nicht nur die Gemeindemitglieder vor Ort in der Kirche in Bad Hersfeld, sondern auch „aus der Ferne“ eine große Anzahl von nahezu 2.000 Teilnehmern an den Bildschirmen zu Hause versammelt, um den Gottesdienst mit Bezirksevangelist Jörg Hoffmann zu feiern.
Grundlage bildete das Bibelwort aus Epheser 1, 3.4:
„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe“
„Wir alle sind unterschiedlich und wie eine bunte Blumenwiese sehr vielfältig“, so ein Eingangsgedanke des Bezirksevangelisten. Das läge auch so im Willen Gottes. Doch können wir uns immer an Jesus Christus ausrichten, denn letzlich sei es Gott doch nicht ganz egal "wie" wir seien. "Damit ist Jesus unser Vorbild und Beispiel und wir können ein Segen sein", so Jörg Hoffmann weiter.
Dimensionen des geistlicher Segens
Einige Merkmale und Ausprägungen stellte der Bezirksevangelist, der in diesem Amt seit 2013 tätig und einer der Stellvertretrer des Bezirksvorstehers des Kirchenbezirks Hersfeld-Lauterbach ist, unter anderem heraus:
"Gott ist da, er hat dich lieb, er ist an deiner Seite (vgl. Psalm 139: „Von allen Seiten umgibst du mich“), wir sind von ihm erwählt." Diese Erwählung sei aber auch mit der Aufgabe verbunden, beispielsweise für andere da zu sein, um zu helfen, ein Segen zu sein, Gutes zu tun, einfach in der Liebe zu wirken.
Predigtbeitrag von Priester Werner Rohloff
Der Vorsteher der Gemeinde Bad Hersfeld-Kathus beleuchte eine Auswirkung des geistlichen Segens am Beispiel der biblischen Geschichte von Esau und Jakob. Zunächst waren sie aufgrund der Geschehnisse zerstritten, doch nach der Begegnung des Jakob mit Gott, bei dem er den bekannten Ausspruch machte: »Ich lasse dich nicht eher los, bis du mich gesegnet hast!« konnte sich Jakob aufmachen, Frieden mit seinem Bruder zu stiften und sich versöhnen. Das ermöglichte erst der Segen Gottes. Das Resultat: Freude!
Internationaler Tag des Friedens
Die Vereinten Nationen haben den 21. September zum Internationalen Tag des Friedens erklärt. Seit 2004 ruft der Ökumenische Rat der Kirchen dazu auf, für den Frieden einzutreten. Auch im Gottesdienst wurde auf dieses Thema eingegangen und der Gottesdienstleiter hat in der Predigt zum Friedenstiften aufgerufen und besonders auch im Gebet für den Weltfrieden gebetet.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde der Gottesdienst mit Gebet und Segen beendet. Aber für eine gewisse Zeit ist er auch noch später im Netz aufrufbar - die Technik macht es möglich.
Altarschmuck in der Kirche Bad Hersfeld
21. September 2025
Text:
Michael Schütrumpf
Fotos:
Michael Schütrumpf
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