Alsfeld. Eine besondere Gemeinde versammelte sich am Nachmittag des 22. Juni im Versammlungsraum des Alten- und Pflegeheimes „Haus Stephanus“ in Alsfeld, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Im Mittelpunkt der Predigt stand die Freude am Herrn.
In der Pflegeeinrichtung, die sich in der Trägerschaft der Diakonie befindet, leben mehrere Mitglieder der Neuapostolischen Kirche. Da es einigen aufgrund des Alters und der körperlichen Einschränkungen nicht mehr möglich ist, zum Gottesdienst in der Kirche zu kommen, wurde die Idee geboren, einen Gottesdienst in der Einrichtung durchzuführen. Gesagt – getan!
Der Versammlungsraum wurde von den Mitarbeitenden der Einrichtung zu einem würdigen Gottesdienstraum umgestaltet. Ventilatoren sorgten für Erfrischung bei den hochsommerlichen Außentemperaturen. 16 Glaubensgeschwister und Gäste feierten den Gottesdienst gemeinsam.
Priester Peter Erath legte der Predigt das Bibelwort „Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke“ (aus Nehemia 8, 10) zugrunde.
Gemeinsam blickte die Gemeinde zurück in die Zeit, als die Senioreninnen und Senioren das Gemeindeleben sehr aktiv geprägt und gestaltet haben, zum Teil mehr als siebzig Jahre. Das dies wegen der Alterseinschränkungen nun nicht mehr möglich sei, könne die Freude ebenso schmälern wie die Tatsache, dass viele den Ehepartner, nahe Angehörige und Freude in die jenseitige Welt abgeben mussten.
Der Herr ist nahe
„Dennoch ist Freude möglich – die Freude am Herrn“ rief Priester Erath der Gemeinde zu. Diese Freude gründe sich auf dem Wissen, dass der Herr nahe ist, so wie es Apostel Paulus im Brief an die Gemeinde in Philippi schreibt und die Gläubigen auffordert: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! (vgl. Phil. 4, aus 4 und 5).
Wie fühlbar nahe der Herr ist, erlebe der Gläubige in Zeiten des Leides, des Kummers, der Anfechtung oder der Schwachheit. Die Situation sei dadurch nicht kleiner oder leichter aber mit des Herrn Hilfe besser zu bewältigen. Dies löse Freude und Zuversicht aus.
„Der Herr ist nahe" beschreibt die Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi, die er selbst gegeben hat, die eine nicht zu beschreibende Freude auslösen wird“, richtete Priester Erath den Blick in die Zukunft und ergänzte: „Jeder Gottesdienst bereitet die Gläubigen durch das verkündete Wort Gottes und die Feier des Heiligen Abendmahles darauf vor.
Das auch dieser Gottesdienst mit einer besonderen Gemeinde an einem besonderen Ort Freude bereitete, sah man den Teilnehmern an.
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