Die Situation kennt man: Man will auf Reisen gehen, hat viel Gepäck und einen prall gefüllten Rucksack dabei und stellt am Flughafen fest, das ist viel zu viel. Man kann nicht alles mitnehmen. Was das mit dem Bibelwort „Geh hinein durch die enge Pforte“ aus dem Matthäus-Evangelium zutun hat? Antworten gab Bezirksapostel Stefan Pöschel beim Festgottesdienst am 21. Oktober in Bad Hersfeld, in dessen Verlauf er auch drei Diakoninnen ordinierte.
Von Bad Hersfeld aus wurde der Gottesdienst in die Gemeinden des südlichen Bezirks per IPTV und zu kranken Glaubensgeschwistern übertragen. Die Gemeinden des nördlichen Bereichs und Fulda waren ebenso vor Ort wie der Bezirkschor und das Bezirksorchester. Apostel Gerd Kisselbach, Bischof Sascha Tümmler waren ebenfalls in die Festspielstadt gekommen.
Christus der Tröster
Die Bitte „Tröstet mein Volk“, die der Chor zu Beginn des Gottesdienstes vorgetragen hatte, griff der Bezirksapostel auf. Er betonte, dass wirklicher Trost nur dann möglich ist, wenn dem Traurigen ein Blick in die Zukunft möglich sei, der Hoffnung auf Veränderung beinhaltet. Solch ein Tröster sei Jesus Christus, der nach dem Sündenfall kam, um die Trennung zwischen Gott und Mensch aufzuheben. Dazu habe er den Weg über die Gebote und Regeln gezeigt, die Gott gegeben habe. Christus habe auch deutlich gemacht, dass Gottes Regeln einzuhalten sind, wenn man in sein Reich kommen möchte. Um das zu veranschaulichen habe er am Ende der Bergpredigt von der engen Pforte gesprochen.
Bezirksapostel Pöschel bezog das Wort auf die Gegenwart und betonte, dass die Entscheidung, Gottes Regeln zu befolgen, nicht nur einmal, zum Beispiel am Tag der Konfirmation, getroffen werde, sondern täglich erneuert werden muss. Dass das nicht immer einfach ist, wisse jeder. Daher die Aufforderung: „Leg ab, was nicht zum Wesen Jesu passt, was du wie einen Rucksack mit dir herumträgst. Es lohnt sich, denn auf der anderen Seite der Tür ist das Reich Gottes, in dem nur Frieden und Liebe herrschen, wirklich wahre Freiheit!
Offen für alle - die Tür in Gottes Reich
Der Bezirksapostel machte jenen Mut auch durch die Pforte zu gehen, die meinen, viel zu klein, zu unbedeutend, zu fehlerhaft zu sein und jene, die im Leben bitter enttäuscht wurden. Ihnen sagte er: „Jesus, sieht dich, er liebt dich wie du bist, ihm kannst du vertrauen, er enttäuscht dich nicht! Christus stellt dir nur eine Frage: Hast du mich lieb?“
Apostel Gerd Kisselbach ergänzte die Predigt und wies auf die Tür der Gnade hin, die in jedem Gottesdienst durchschritten werden kann. Er rief dazu auf, Vorbehalte und Vorurteile gegenüber anderen zu überwinden.
Drei neue Diakoninnen - ein Geschenk
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles ordinierte Bezirksapostel Pöschel Clarissa Mischke-Hoffmann, Susan Voigt und Pia Weidemann zu Diakoninnen. Damit stärkte er die Seelsorge in den Gemeinden Sontra, Waldkappel und Fulda. Er bat sie, mit der empfangenen Amtsvollmacht zu wirken, den Gläubigen nahe zu sein und sich mit ihren Gaben in der Gemeinde einzubringen.
Nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich der Bezirksapostel, Apostel Kisselbach und Bischof Tümmler noch persönlich und es gab viele Glückwünsche für die neuen Diakoninnen.
24. Oktober 2026
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Jörg Möller,
Michael Schütrumpf
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