Die ganze Gemeinde freut sich mit, wenn junge Menschen ihr Gelübde ablegen und sich für die Nachfolge Jesu Christi entscheiden. So geschehen am letzten Sonntag im April im gut besuchten Gottesdienst mit vielen Konfirmationsgästen und Glaubensgeschwistern.
Fulda, 28. April 2024. Die BesucherInnen des Gottesdienstes konnten sich beim Betreten des Gottesdienstraums zunächst am liebevoll geschmückten Altar erfreuen. Für jede Konfirmandin stand hinter einem Herz eine Pflanze mit Namen Vergissmeinnicht. Der volkstümliche Name soll vermutlich einer deutschen Sage aus dem Mittelalter entstammen, wonach die kleine Pflanze Gott bat, sie nicht zu vergessen.
Von diesem Gedanken war auch der Gottesdienst geprägt, den unser Gemeindevorsteher Bernd Hinz feierte. Gott in seiner Allmacht vergesse keinen einzigen Menschen und halte für jeden Menschen den Zeitpunkt bereit, an dem er ihm Heil anbiete. Wie im Liedtext erwähnt "Wie könnt' ich sein vergessen, der mein noch nie vergaß..." (neuapostolisches Chorbuch Nr. 348), gelte für die Konfirmandinnen Finja, Lea und Mia und alle Christen die Aufforderung auch Gott nicht zu vergessen. Gute Möglichkeiten die Verbindung zu Gott zu halten seien das Gebet, der Besuch der Gottesdienste und die Mitarbeit in der Gemeinde.
Eine der Grundwahrheiten des Evangeliums lag in dem dem Gottesdienst zugrunde liegenden Bibelwort aus Johannes 14, 6a: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Die Aussage Jesu Christi gehöre zu den sieben Ich-bin-Worten Jesu im Johannesevangelium und sei die Antwort an den Jünger Thomas gewesen, der allgemein als "ungläubiger Thomas" in der Christenheit bekannt sei. Postiv formuliert könne man ihn als hinterfragenden Jünger sehen, der nicht alles widerspruchslos hingenommen habe. Unser Gemeindevorsteher riet den Konfirmandinnen in Bezug auf ihren Glauben durchaus einmal kritisch zu sein und nachzufragen, wenn sie Zusammenhänge nicht verstünden.
Stammapostel Jean-Luc Schneider, der das Bibelwort als Grundlage für die Konfirmationen 2024 in der neuapostolischen Kirche gegeben hatte, wünscht in seinem Brief an die Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass sie sich bei Entscheidungen an ihr Konfirmationswort erinnern mögen und die Lösung bevorzugen sollten, die sie Christus näherbringen könne. Eine solche Entscheidung bräuchte niemand zu bereuen.
Jesus ist der Weg
Es gelte an Jesus Christus zu glauben, seine Lehre anzunehmen und seinem Beispiel zu folgen. Wichtig sei auch nicht nur den Weg zu kennen sondern ihn zu gehen und damit im Glauben zu wachsen, Jesus vertrauen zu lernen und ihm mehr und mehr gleich zu werden.
Jesus ist die Wahrheit
Jesu Wahrheit liege in dem Gedanken, dass Gott die Konfirmandinnen liebe. Jesu Wahrheit liege auch in dem Aspekt, dass Gott andere auch so liebe, wie er die Konfirmandinnen liebe. Die Wahrheit Jesu Christi in seinem Wort habe nur ein Ziel: unser und aller Menschen Heil.
Jesus ist das Leben
Die Nachfolge Jesu Christi gäbe dem Leben einen Sinn: Der Jünger Christi habe immer eine Aufgabe zu erfüllen - im Dienst für Gott und seinen Nächsten zu stehen.
In seiner Co-Predigt erwähnt der Gemeindevorsteher der Gemeinde Mücke, Stefan Will, ein Bild aus dem menschlichen Leben. Die Software in seinem Auto habe eine Aktualisierung angezeigt. Diese Installation des Updates sei aber nicht während der Fahrt sondern nur bei stehendem Fahrzeug und abgestelltem Motor möglich. Im Glaubensleben sei das ähnlich, eine Stärkung und Auffrischung des Glaubens sei im Trubel des Alltäglichen nicht möglich. Dazu sei innere Stille und Einkehr erforderlich, die man vornehmlich im Gottesdienst finden könne.
Nach dem Unser-Vater-Gebet und der Sündenvergebung sprachen die Konfirmandinnen ihr Gelübde vor der Gemeinde und empfingen den Segen zu ihrer Konfirmation durch unseren Vorsteher. Der Gottesdienst endete wie üblich mit Schlussgebet und Schlusssegen.
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