Fulda. Die positive Grundstimmung eines Christen sowie anlassbedingte Freuden bestimmen den Gottesdienst, in dem das Ehepaar Wendzinski den Segen zur Goldenen Horchzeit empfängt.
Positive Grundstimmung des Christen
Mit dem Choral "Lobe den Herren" leitet der gemischte Chor der Gemeinde den Predigtteil des Gottesdienstes am 3. August 2025 ein.
Grundlage des Gottesdienstes ist das Bibelwort aus Jesaja 65, aus 18: "Freuet euch und seid fröhlich immerdar...". Bezirksältester Reiner Imhof beschreibt in seiner Predigt das Fröhlichsein als positive Grundstimmung eines Christens, was durch das ewige Schaffen des allmächtigen Gottes bewirkt werde, der letztendlich -wie es im Lied heiße- alles herrlich regiere.
Als Christ könne man eine fröhliche Grundstimmung trotz aller widriger Zu- und Umstände auf dieser Erde haben; man dürfe sich allerdings durch die täglichen Meldungen zu Krieg und Hunger nicht herunterziehen lassen.
Vielmehr sei der Rat um Weisheit und Entschlossenheit der Verantwortlichen zu beten, damit den Menschen Gutes getan werde. Gott habe seit Ende der Sintflut zugesagt, für die Ernährung der Menschen alles Notwendige zur Verfügung zu stellen. Bezirksältester Imhof zitierte im Zusammenhang mit dem Thema Grundstimmung eine Frage von Apostel Schug an einen Gemeindevorsteher: "Wie schaffen Sie es, in allen Situationen ruhig zu bleiben?" Der Gefragte antwortete darauf: "Ich kann mich über Manches aufregen, aber ich kann es auch lassen!".
Anlassbezogene Freude des Christen
Freude bedürfe immer eines bestimmten Anlasses. So sei es eine Freude für alle anwesenden Verwandten und Freunde mit dem goldenen Hochzeitspaar dieses besondere Fest zu feiern. Grund zur Freude seien auch die Schätze der Gotteskindschaft und die Verheißung der ewigen Gemeinschaft mit Gott (Jesaja 65, 17). Das damalige Volk Israel machte sich einmal im Jahr auf, Gott im Tempel in Jerusalem zu besuchen. Heute bewirke das Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche Christi eine regelmäßigere Begegnung mit Gott im Wort der Predigt und im Heiligen Abendmahl.
Marmor, Stein und Eisen
Auf die Frage nach dem Liedwunsch antwortete das goldene Hochzeitspaar bei einem Seelsorgebesuch spontan mit dem Titel "Marmor, Stein und Eisen bricht" eines deutschen Interpreten. Bezirksältester Imhof sah sich mit einem Schmunzeln dazu genötigt, den Liedwunsch abzulehnen, da dieses Musikstück nicht zum Repertoire des neuapostolischen Liedguts gehöre und somit im Gottesdienst nicht gesungen werde dürfe.
Trotzdem seien die Textpassagen bemerkenswert, so der Bezirksvorsteher. "Es gibt einen, der zu dir hält" sei der feste Glaube der Eheleute, die Zeit ihres Lebens auf Gott als verlässlichen Partner hätten vertrauen können. Auch der Refrain des Liedstücks "Alles, alles geht vorbei. Doch wir sind uns treu" präge seit jeher das Eheleben des Paares.
Das Hohelied der Barmherzigkeit Gottes
Vor der Segensspendung wendet sich Bezirksältester mit dem Bibelwort aus Psalm 103, 1-4 an das Goldene Hochzeitspaar und spendet des Segen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Priester i.R. Lothar Wendzinski und seiner Frau Alida.
Nach Gebet und dreieinigen Segen ist der Gottesdienst beendet.
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