Danke für deine Fürsorge, himmlischer Vater !
Spätestens beim Blick zum Altar wusste auch derjenige, der morgens nicht auf den Kalender geschaut hatte, - es ist Erntedanktag -
Ganz viel, wofür man dankbar sein kann, schmückte den Altarraum: Nicht nur Früchte, sondern auch Spielsachen, ein Freunde- / Freundinnenbuch und ein Familienfoto. Den Festgottesdienst an diesem Sonntag leitete der stellvertretende Bezirksvorsteher, Priester Daniel Kopp. Seine Predigt basierte auf den Worten aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 8 Vers 22:
"Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht."
Priester Kopp stellte die Dankbarkeit in den Mittepunkt seiner Ausführungen und beschrieb, wofür er dankbar ist: "Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Familie, meine Freunde und meine Gemeinde haben darf."
Auf den Altarschmuck eingehend verdeutlichte er, dass es ganz viel gibt, wofür man danken kann und stellte anschließend die Frage, wem man an erster Stelle danken sollte. Seine Antwort: "Dem ewigen Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde ist. Ich ermuntere uns, die Einladung, Gott anzubeten, die vom Chor gerade vorgetragen wurde, anzunehmen und Gott anzubeten, ihm zu danken!" Priester Kopp gab der Gemeinde einen Impuls für die kommende Zeit mit, den er kürzlich gelesen hatte: "Den Tag morgens mit Zufriedenheit beginnen und abends mit Dankbarkeit beenden, lässt uns freudiger in die Zukunf gehen."
Zum Bibelwort führte er aus, dass die beschriebene Zusage Gottes an Noah nach der Sintflut gegeben wurde. Das wichtige an der Geschichte der Sintflut ist die dahinter stehende Botschaft: Sünde hat die Trennung von Gott und damit den geistlichen Tod zur Folge. So wie die Arche damals eine Rettungsmöglichkeit für jeden angeboten habe, sei es heute die Kirche Christi, die den Menschen den Weg zurück in die Gemeindschaft mit Gott ermögliche. Das Bibelwort beschreibt Gottes Treue. Er sagt den Menschen zu, dass solange die Erde steht, die Versorgung aller Menschen sichergestellt ist. Noah habe, nachdem er die Arche verlassen konnte, zuerst einen Altar gebaut und Gott ein Brandopfer dargebracht und so seine Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht. "Lasst uns Gott danken, in dem wir uns mit unseren Gaben in der Kirche einbringen und mithelfen, dass Evangelium zu verkündigen", so Priester Kopp abschließend.
Gemeindevorsteher, Hirte Frank Weller, wandte sich in seinem Predigtbeitrag besonders an die Kinder und gab ihnen mit auf den Weg, mit anderen zu teilen. "Nicht alle Menschen haben es so gut, wie wir." Er erinnerte an solche, die in Ländern leben, wo kein gutes Wachtum ist oder gerade Krieg herrscht. Wie teilen ganz praktisch geht, machte er mit einem Geschenk deutlich: Jedes Geschwisterpaar bekam ein Buch von ihm und damit die Aufgabe, es mit dem Bruder oder der Schwester zu teilen.
Mit der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahl fand der Gottesdienst seinen Höhepunkt und wurde mit Gebet und Segen beendet.
zum Erntedank 2024 wurde der Altar u.a. von den Kindern gestaltet
6. Oktober 2024
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Stephan Talkenberger
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