Lauterbach. „Was er gewirkt hat, bleibt. Unser Ältester i.R., war tief in seinem Glauben und Vertrauen auf Gott verwurzelt, war gradlinig, liebevoll und korrekt.“ Mit diesen Wesensmerkmalen würdigte Bezirksältester Reiner Imhof den Bezirksältesten i. R. Hans-Jochen Streitt im Trauergottesdienst am 1. November in der Kirche in Lauterbach, der am 18. Oktober im Alter von 84 Jahren verstorben war.
Viele Glaubensgeschwister und auch Weggefährten aus der aktiven Zeit waren gekommen, um der Familie ihre Anteilnahme zu zeigen und sich von Hans-Jochen Streitt zu verabschieden. Unter ihnen unter anderem Apostel i. R. Willi Sommer aus Marburg.
Der Blick auf Gottes Güte
Zur Trauerfeier lagen Worte aus dem Buch des Propheten Nahum zugrunde:
„Der Herr ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt, die auf ihn trauen.“
(Kapitel 1, Vers 7.)
„Am Tag des Heimgangs unseres Ältesten i.R. war das, das Bibelwort des Tages. Gerne habe ich den Impuls der Familie aufgenommen und verwende die Worte auch heute. Sie beschreiben den Blick, den Hans-Jochen Streitt auf seinen Gott und himmlischen Vater hatte.“ So der Bezirksälteste Reiner Imhof.
In der weiteren Predigt beschrieb Bezirksältester Imhof die Güte Gottes und unterstrich dabei insbesondere die Gnade, die Gott immer wieder schenkt. „Die Sünde ist es, die uns von Gott trennt. Duch das Opfer Jesu wurde und wird sie immer wieder von Gott weggenommen. Darauf dürfen wir vertrauen.“
Dass er dieses Vertrauen hatte, stellte der Hans-Jochen Streitt sein ganzes Glaubensleben lang unter Beweis, insbesondere in den letzten Jahren, als Krankheiten seinen Weg kennzeichneten. Er habe mit einem Blick voller Dankbarkeit und Güte auf seinen Schatz Ursel und auf seine beiden Söhne mit deren Familien geschaut.
„Die Sehnsucht nach der himmlischen Heimat prägte unseren Bezirksältesten i. R.“ so Reiner Imhof. Die beiden Lieder zu Beginn des Trauergottesdienstes betonten dies eindrucksvoll.
„Es lebt in meinem Herzen, gepflanzt von Gottes Hand, ein tiefes stilles Sehnen nach einem Heimatland“ sang die Gemeinde und der Chor ergänzte mit „Der Herr, der Ernte winket“. Im Refrain heißt es: „Heim, heim, himmlisches Heim. Das Sehnen ist groß in mir.“
Besser kann man das Leben und Wirken von Hans-Jochen Streitt nicht zusammenfassen. Diese Sehnsucht gab er voller Liebe als Seelsorger an seine Familie und Amtsträger in 42 Jahren seines aktiven Dienens so gerne weiter. Vielen Dank liebe Ältester!
Bezirksvorsteher Reiner Imhof am Altar
2. November 2025
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Stephan Talkenberger
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