Der Gottesdienst am Sonntag, 23. Februar 2025, hatte zwei Schwerpunkte: Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene und Spendung der Heiligen Wassertaufe an einen Säugling.
Bezirksevangelist Hoffmann begrüßte alle Anwesenden als Festgemeinde, denn viele waren gekommen, um gemeinsam mit Katharina und Mario Becker und ihrem kleinen Samuel den Gottesdienst zu erleben. Grundlage für die Predigt war das Bibelwort aus Markus 6, 56: "Und wo er in Dörfer, Städte oder Höfe hineinging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, dass diese auch nur den Saum seines Gewandes berühren dürften; und alle, die ihn berührten, wurden gesund."
Gott sucht die Nähe zu den Menschen
Der Bezirksevangelist erinnerte in seiner Predigt an ein göttliches Prinzip: Gott liebe alle Menschen in gleicher Art und Weise und suche deshalb immer wieder die Nähe zu ihnen. Mit der Sendung seines Sohnes auf die Erde intensivierte Gott die Beziehung zu den Menschen. Jesus Christus suchte die Nähe zu den Menschen besonders an dem Ort der Gemeinschaft, auf dem Markt und vollzog Heilungen an Menschen, deren Namen und Geschichte unbekannt war. Menschen mit und ohne Namen, Lebende und Tote, Bekannte und Unbekannte konnten und können heute noch gleichermaßen von Jesus Heil erfahren.
Menschen bringen ihre Kranken zu Jesus
Damals nahmen die Menschen den Aufwand auf sich, ihre Kranken zu Jesus zu bringen. Sie mussten getragen, gestützt und begleitet werden, um zu Jesus kommen zu können. Ein besonderer Akt der Solidarität und Nächstenliebe sei es, sich um die Schwachen zu kümmern. Bezirksevangelist Hoffmann verwies in dem Zusammenhang auf die vier Freunde, die einen erheblichen Aufwand leisteten, um ihren gelähmten Freund zu Jesus zu bringen. Da sie wegen der Menschenmenge nicht an Jesus herankamen, stiegen sie auf das Dach, deckten es ab und ließen das Bett mit ihrem Freund zu Jesus herunter. Jesus habe seine Vollmacht bewiesen und vergab dem Gelähmten zunächst seine Sünden, heilte ihn dann aber auch von seinem Gebrechen (vgl. Markus 2, 1-12).
Heilung erfolgte durch Berührung
Auf dem Markt berührten die Menschen Jesus und erfassten den Saum seines Gewandes. Der Saum bezog sich auf vier geknotete Quasten, die am Gewand eines frommen Juden befestigt waren. Diese vier Quasten sollten als Erinnerung an die Gebote Gottes dienen (4. Mose 15, 38.39). Heute bedeute die Berührung die Hinwendung zu Gott, das Bemühen nach seinem Willen zu handeln.
Jesu Wirken an den unerlösten Seelen in der Ewigkeit
Die Gemeinde wurde dazu aufgerufen, ihre Beziehung zu Christus zu prüfen und damit sich für andere Menschen zu interessieren und ihnen die Erlösung in Christus zu wünschen. Durch die Heilung stelle Jesus den Menschen in ein neues Verhältnis zu sich.
Vorbereitung auf die Heilige Wassertaufe
Vor Beginn der Taufhandlung kam Bewegung in die Gemeinde. Viele Kinder gingen nach vorne, um die Spendung des Sakraments mit einem Klaviersolo und einem Liedvortrag einzuleiten. Die Kinder sangen aus dem Buch "Sing mit mir" drei Strophen aus dem Lied Nummer 26, was textmäßig auf den Täufling zugeschnitten war und daher lautete: "Gott will bei DIR wohnen. DU bist nicht zu klein. Gott will bei DIR wohnen, bei DIR sein. Gott will bei DIR wohnen, wenn DU weinst und lachst. Gott will bei DIR wohnen Tag und Nacht." Begleitet und unterstützt wurde das Lied durch entsprechende Gesten der Kinder.
Ansprache an die Eltern des Täuflings
An die Eltern richtete Bezirksevangelist Hoffmann das Bibelwort aus Psalm 91, 1.2: "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe." und riet ihnen, dieses Wort öfter einmal ihrem Sohn vorzulesen. Bei allen Unwegbarkeiten des Lebens sei Gott die verlässliche Konstante.
Über Kindererziehung gäbe es eine Menge an Literatur; man könne aber die Erziehung auf zwei Punkte reduzieren: Vorbild und Liebe. Erfolgreich könne Erziehung nur durch Vorleben sein.
Über dies hinaus habe Jesus immer wieder die Kinder zu sich gebeten; interessant wäre zu wissen, was aus diesen Kindern zu Jesu Zeiten geworden sei.
Nach dem Gottesdienst nahmen die Eltern des Täuflings vor dem Altar noch Segenswünsche der Gemeinde entgegen; darunter gab es auch manches Geschenk, so konnte der gemischte Chor der Gemeinde eine "Windeltorte" verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft überreichen.
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