Zu dem ersten interreligiösen Stadtrundgang in Lauterbach, hatte Vikarin Sabrina Scheer von der evangelischen Kirchengemeinde eingeladen. Treffpunkt war der Baumkreis der Religonen im Stadtpark, dieser wurde im Jahr 2023 von den Kirchengemeinden der Kreistadt, unter Mithilfe des städtischen Bauhofes angepflanzt. (Link zu diesem Ereignis: https://www.nak-hersfeld-lauterbach.de/db/8005842/Meldungen/Einen-Baumkreis-der-Religionen-in-Lauterbach-angepflanzt)
Vikarin Sabrina Scheer, betätigte sich als "Wanderführerin" vom Stadtpark ausgehend, zu den Versammlungsstätten der Kirchengemeinden. Die Teilnehmer lernten während des Spazierganges einiges über das Glaubensbekenntnis ihrer Nachbarn kennen. So auch über Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede der Religionsgemeinschaften und Konfessionen. An der Wanderung nahmen vier der acht Gemeinden teil, die im Jahr 2023 bei der Pflanzaktion aktiv waren.
Die erste Station der Wanderung war die evangelische Stadtkirche am Marktplatz, ein imposantes Gebäude aus dem Jahr 1767. Stadthistoriker Till Hartmann, erläuterte die Geschichte der Reformation im s.g. Riedesel-Land. Der sakrale Bau diente zu Anfangs auch dreierlei Gottesdienstformen mit Abendmahl in katholischer, lutherischer und reformierter Version. "Ökumene" hat - so Herr Hartmann in seinen Ausführungen, somit eine lange Tradition in Lauterbach.
Die Wanderung führte durch Bereiche der Altstadt, hin zur Fatih-Moschee des Türkisch-Islamischen Kulturvereines, in der Rhönstraße. Der Vorsitzende Ahmed Türkmen führte mit Erklärungen durch das Gotteshaus. Anwesend war auch der zuständige Imam, dessen Ausführungen in türkischer Sprache, von Herrn Türkmen übersetzt wurden. Der islamische Verein lädt jedes Jahr zur Kermes-Feier die Bürger der Stadt ein zum gemeinsamen Feiern - vergleichbar mit einem "Sommerfest".
Der Weg führte weiter zur Katholischen Kirche, dabei führte die Wanderung auch an dem ehemaligen Standort der Lauterbacher Synagoge vorbei. Diese wurde, wie zahlreiche andere Synagogen, von den Nazis zerstört. Ein Gedenkort ist jedoch vorhanden. An der katholischen Kirche angekommen, erläuterte Pfarrvikar Jonas Adam, die Zugehörigkeit der katholischen Gemeinde zum Bistum Mainz (obwohl Fulda viel näher sei), dies ist historische begründet. Geschichte und Architektur, sowie die Gestaltung im Inneren des Gebäudes wurde ausführlich erklärt.
Die letzte Station der Wanderung war die Neuapostolische Kirche in der Kantstraße. Diakon Heinz-Walter Trabandt führte durch das Gebäude und erläuterte die Glaubensgrundsätze sowie die Organisationsstruktur der Neuapostolischen Kirche. Eine Ausstellung mit Erinnerungen an das 100-jährige Bestehen der Gemeinde, sowie zu den Glaubensthemen der Neuapostolischen Kirche ergänzte die Ausführungen. Durchweg begeistert und beindruckt waren die Besucher von der Größe und der hellen Atmosphäre des Gebäudes. Einer der Besucher meinte - "hier ist es bestimmt schön zu Gott zu beten".
Nach gut fünf Stunden war der Rundgang beendet, Frau Vikarin Sabrina Scheer bedankte sich bei den Teilnehmern, der anschließende Applaus galt der Organisatorin.
Treffpunkt im Stadtpark, am Baumkreis der Religionen.
14. Oktober 2025
Text:
Stephan Talkenberger
Fotos:
Stephan Talkenberger
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