Im Mai blickte die Gemeinde Lauterbach auf ein besonderes Datum zurück: Am 25. Mai 1986 hatte Bezirksapostel Klaus Saur die neue Zentralkirche in Lauterbach seiner Bestimmung übergeben. Dem Weihegottesdienst legte er die bekannten Worte aus dem "Vater-Unser-Gebet" zu Grunde: Dein Reich komme! Mit der Einweihung ging ein lang gehegter Wunsch im damaligen Bezirk Lauterbach in Erfüllung: Eine große Kirche, in der zu besonderen Festgottesdiensten mehrere Gemeinden zusammengefasst werden können. Der Bezirk umfasste seinerzeit 17 Gemeinden mit rund 1.100 Mitgliedern.
Zum Weihegottesdienst hatte Bezirkapostel Saur alle Apostel seines Arbeitsbereiches und alle Bezirksämter aus dem Wirkungsbereich von Apostel Rudolf Schilling eingeladen. Ein weiter, besonderer Akzent an diesem Tag: Erstmals seit 1972 erhielt der Bezirk Lauterbach neben dem Bezirkvorsteher wieder ein zweites Bezirksamt: Hans-Jochen Streitt wurde als Bezirksevangelist ordiniert. Damit erhielt der Bezirksälteste Walter Weller eine wertvolle Hilfe in der seelsorgerischen und administraiven Arbeit. Weitere 25 Brüder wurden für verschiedene Gemeinden ins Priester- oder Diakonenamt gesetzt.
Am Folgetag wurde die Zentralkirche mit einem Dank- und Gästegottesdienst, den Apostel Rudolf Schilling leitete, der Öffentlichkeit vorgestellt. An beiden Tagen war das Gotteshaus bis auf den letzten Platz besetzt.
Zwei Stammapostel machten Station
Im Laufe der Zeit kehrten zwei Stammapostel in der Kirche ein. Stammapostel Richard Fehr feierte im Oktober 1998 überraschend einen Gottesdienst anlässlich einer Bezirksämter-Zusammenkunft für die Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland. Stammapostel Wilhelm Leber wohnte einem Konzert des Mittelhessischen Kammerorchesters und Kammerchores am Vorabend des Entschlafenengottesdienstes im November 2011 bei, den er am nächsten Tag im Wartenberg-Oval feierte.
Seit der Einweihung feierten alle bisherigen Bezirksapostel und Apostel Gottesdienste in Lauterbach. Aufgrund der Größe und der guten Akustik fanden zahlreiche Konzerte örtlicher und überregionaler Chöre statt.
Im Jahr 2012 wurde die Kirche durch Umbauten auf den neuesten technischen und brandschutzrechtlichen Stand gebracht und so umgestaltet, dass durch den Einzug einer Glastrennwand im hinteren Teil des Kirchenschiffes Raum für sonstige Zusammenkünfte geschaffen wurde.
Die Geschwister der Gemeinde Lauterbach blicken dankbar auf vier Jahrzehnte segensreichen Wirkens in ihrem Gotteshaus zurück. Heute wie bei der Einweihung steht im Mittelpunkt die Bitte: Dein Reich komme!
Besichtigung erfolgte am Tag vor der offiziellen Übergabe
7. Juni 2026
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Stephan Talkenberger
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