Die Gemeinde versammelte sich zu einem OpenAir-Gottesdienst an der Grillhütte im Lauterbacher Stadtteil Allmenrod. Im Rahmen des Gottesdienstes kündigte der Vorsteher, Hirte Weller, noch eine ganz besondere Überraschung an. Nach dem Gottesdienst folgte das spätsommerliche Gemeindefest - bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Wohl letzter Gruß des Sommers 2024.
Rubin-Hochzeit unter freiem Himmel
Auf dem Kalenderblatt stand an diesem 21. September Herbstanfang. Der Sommer hatte allerdings einen Zusatztag ausgehandelt – sehr zur Freude der Teilnehmer am Open-Air-Gottesdienst, den die Gemeinde Lauterbach an diesem Sonntag auf dem Gelände der Grillhütte im Lauterbacher Stadtteil Allmenrod feierte. Eine Überraschung gab es außerdem:
Karin und Lothar Schmidt konnten in diesen Tagen auf ihr 40jähriges Ehejubiläum zurückblicken und empfingen im Gottesdienst den Segen zu ihrer Rubin-Hochzeit.
Zugegeben im Schatten war es am Sonntagmorgen noch recht frisch. Da der Gottesdienst eine Stunde später begann als üblich, musste niemand wirklich frieren, da die Sonne schon gut aufgeheizt hatte.
Gott und dem Nächsten dienen
Gemeindevorsteher Frank Weller leitete den Gottesdienst, der unter dem bekannten Wort aus dem Buch Josua, Kapitel 24, Vers 15 stand. „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.“ „Dienste gibt es viele“, machte der Vorsteher deutlich und erwähnte beispielhaft die Arbeit der Kinder, die gemeinsam mit den Lehrkräften aus einer einfachen Blechtonne mit einer darauf liegenden Holzplatte einen geschmückten Ort gemacht haben, der für diesen Moment als Altar und Wortverkündigungsstätte dient. „Auch der Gottesdienstbesuch ist ein Dienst an Gott. Wir beten ihn an und loben ihn.“
„Lasst uns tun, was uns Bezirksapostel Pöschel am vergangenen Sonntag als Appell und Auftrag mitgegeben hat: Von dem begeistert erzählen, was wir glauben, was wir mit Gott erlebt haben.“ Es gelte so zu handeln, dann kann der Nächste erfahren, dass Gott ihn liebt und für ihn da ist, beschrieb der Gemeindeleiter das Ergebnis des Bekennens und forderte auf, Situationen wahrzunehmen, die sich über den Tag dafür ergeben. Als Beispiel nannte er den Samariter, der nicht wusste, dass er auf dem Weg einem sehr hilfsbedürftigen Menschen begegnete. „Er nahm sich die Zeit, ihn zu versorgen, in die Herberge zu bringen und dort für ihn im Voraus zu zahlen. Das ist wahrer Liebesdienst am Nächsten.“
Gott schenkt gerne Segen
Vierzig Jahre gehen Lothar und Karin Schmidt den Lebensweg als Ehepaar. Zu diesem besonderen Jubiläum empfingen sie im Gottesdienst den Segen. Schon seit Kindertagen kennen sich die beiden und der Gemeindevorsteher. Entsprechend persönlich sprach er beide vor der Segenshandlung an. Mit einem Schmunzeln versicherte er aber gleich zu Beginn, dass er nicht die vielen gemeinsamen Erlebnisse erzählen wird.
Er beschrieb beide als verlässliche Mitglieder in der Gemeinde. Lothar dient seit vielen Jahren als Priester, wirkt als Organist und war Dirigent des gemischten und Männerchores.
Karin wiederum bringt sich mit ihren Gaben in der Gemeinde ein.
„Für die Zukunft gibt Gott einen neuen Segen für den Weg, der zu gehen ist. Wir wissen nicht, was morgen oder übermorgen sein wird. Mit diesem Segen sagt euch der himmlische Vater: Ich bin bei euch, hab euch lieb und helfe euch.“
Nach dem Gottesdienst war für Essen und Getränke reichlich gesorgt. Ein sonniger Spätsommertag lud zum Verweilen ein. Nach vielen Jahren ohne Gemeindefest – auch durch die Coronapandemie bestimmt – ein toller Sonntag.
Hirte Frank Weller am Altar, den die Kinder Vor- und Sonntagsschule geschmückt hatten.
23. September 2024
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Stephan Talkenberger
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