Grillhütte anstatt Kirche – ein altes Blechfass mit einem einer dicken Holzplatte anstatt Altar – ein Tisch mit einer Bank anstatt Sakristei und ein E-Piano anstatt der gewohnten Orgelklänge. Gottes Gegenwart erleben etwas anders und doch sehr intensiv. So lässt sich der wichtigste Teil des Gemeindefestes beschreiben. Selbstverständlich fehlte es auch anschließend an nichts. Doch der Reihe nach.
Sonntagmorgen, 7. September 9:00 Uhr, Grillhütte Allemrod. Das Aufbauteam trifft ein und bereitet. Bänke für den Gottesdienst werden gestellt, damit der Chor beieinandersitzen kann, die Mikrofonanlage aufgebaut, damit alle etwas hören, das Gerippe des Altars gestellt.
Ab 09:30 treffen die Geschwister nach und nach ein, ausgerüstet mit bequemen Stühlen. Viele Platzieren sich in der Sonne – denn es ist merklich vorherbstlich frisch.
Die Kinder schmücken den Altar – jedes Kind hat – passend zum Bibelwort - etwas mitgebracht, was ihr und ihm heilig ist. Das war die Lieblingspuppe genauso vertreten wir ein Fußballpokal Ein Holzkreuz war auch dabei. Blumen rundeten das großartige Bild ab.
Geheiligt werde dein Name
Der Chor stimme mit verschiedenen Vorträgen auf den Gottesdienst ein. Zu Beginn sang die Gemeinde „Gott ist Gegenwärtig“
Den Impuls griff Gemeindevorsteher, Hirte Frank Weller, zu Anfang auf und unterstrich, dass Gott immer da ist – hier an dem ungewohnten Ort ebenso wie an jedem Tag. „Darauf können wir uns verlassen.“
Als Bibelwort lag der erste Satz des Vater Unser-Gebets der Predigt zugrunde: „Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.“
„Wenn wir zu Gott beten, heiligen wir ihn, indem wir uns bewusst machen, vor wen wir treten. Wir können mit unserem himmlischen Vater so sprechen, wie wir sprechen, ihm sagen, was uns bewegt.“
Das Gott heiligen mehr ist, als in den Gottesdienst gehen und zu ihm beten unterstrich der Gemeindevorsteher anschließend, in dem er unter anderem an die Alltagsgespräche erinnerte an das 2. Gebot erinnerte: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes nicht missbrauchen…“
„Wie schnell hat man dagegen verstoßen…. Darum lasst uns bewusst darüber nachdenken, was es heißt, Gott zu heiligen und die Bitte nicht nur auswendig aufsagen können. Wir wollen unser Leben mit der Heiligung Gottes gestalten. Immer und überall“, lautete das Resümee zum Ende der Predigt.
Priester Christof Möller ergänzte die Gedanken in seiner Co-Predigt. Ihn habe besonders die Atmosphäre berührt, die an diesem Ort herrsche, wo man Gott in seiner Schöpfung besonders erlebt. Die Abendmahlfeier war der Höhepunkt des Gottesdienstes und wurde besonders intensiv erlebt.
Gemeinschaft pflegen -einfach schön und bereichernd
Nachdem das Schlusslied des Chores verklungen war, wurde der Grill angeheizt, schließlich ging es auf Mittag zu. Schnell zog der Duft gegrillter Steaks und Würstchen durch die Luft und ließ das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das es dann besonders gut schmeckte muss nicht erwähnt. Die selbstgemachten Salate und später Kuchen und Kaffee ließen keine Wünsche offen.
Viel Zeit sich dem Nächsten zuzuwenden, sich auszutauschen. Das ist es, was das Gemeindefest auch ausmacht. Einfach Gemeinschaft genießen.
Vielen Dank an alle, die das auch dieses Jahr wieder möglich gemacht haben.
17. September 2025
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Privat
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