Lauterbach, Taufgottesdienst am 28. Sept. 2025 „Ich wünsche dir, dass du dich in deiner Gemeinde immer wohlfühlst und den lieben Gott erleben kannst.“ Diesen Wunsch formulierte Priester Daniel Kopp für den kleinen Matthis, während der Taufhandlung, die er im Festgottesdienst am 28. September vollzogen hat.
Taufgottesdienste sind herausragende Ereignisse in der Chronik einer Gemeinde und das nicht nur, weil sie seltener werden als vor 40 oder gar 50 Jahren. „Die Gemeinde freue sich über den kleinen Bruder und damit den Zuwachs“, betonte Priester Kopp und gab ihr die Aufgabe mit, alle Voraussetzungen zu schaffen, dass Matthis sage „Das ist meine Gemeinde“ Die musikalische Begleitung der Handlung durch einen Duett-Vortrag und ein Lied des Kinderchores für den jüngsten Nachwuchs zeigte sogleich, wie das geht.
Nahe bei Gott
Bei der Vorbereitung auf den Gottesdienst sei er auf eine Passage im „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupery aufmerksam geworden, die ihn berührt habe:
„Wenn Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetslos, die Kirchen kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos.“
„Lebt Matthis den Glauben an den dreieinigen Gott vor und zeigt ihm, wie großartig Christus ist.“ lautete die Bitte des stellvertretenden Bezirksvorstehers an die Eltern und den großen Bruder, und stellte damit den schönen Gegensatz vor.
Sei klug und frage nach Gott
Die Hauptpredigt stellte Priester Kopp unter Worte des 14. Psalms, Vers 2:
„Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.“
Anhand von Beispielen aus der Heiligen Schrift zeigte er auf, wie man klug anstatt töricht handelt. Es gelte, sich an das Gesetz zu halten, was Gott gebe und nicht wie Adam und Eva, der Versuchung nachzugeben. Sich der Größe Gottes bewusst zu sein und sich nicht wie die Erbauer des Turmbaus zu Babel, mit Gott gleichstellen zu wollen. Als dritten Punkt sprach er die Fokussierung auf das Materielle an und machte auf den Kornbauern aufmerksam, der über die reiche Ernte vergaß, sich um das Heil der Seele zu kümmern.
„Wir sind uns bewusst, dass es uns nicht immer gelingt, klug zu handeln. Daher sind wir dankbar, dass Gott nicht nur auf die Taten schaut, sondern das Herz ansieht, unser Bemühen wahrnimmt und uns in jedem Gottesdienst Gnade anbietet“, so der trostvolle Schlussgedanke.
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