Das bekannte Lied „Das Gotteshaus ist unsere Lust“ erklang zu Beginn des Gottesdienstes. So weit so gewöhnlich, könnte man meinen. Doch der Gottesdienst am 23. August war für die Gemeinden Alsfeld, Fulda und Lauterbach etwas Besonderes. Der Gottesdienst fand nicht in einer der Kirchen statt, sondern auf dem Gelände der Edelweiß-Hütte in Herbstein Rixfeld. Er war Start und zugleich Mittelpunkt des ersten gemeinsamen Gemeindefestes.
Die Idee zu diesem Tag wurde Anfang des Jahres geboren, als ein Teil der Organisatoren zusammensaßen und die Jahresplanung besprachen. Warum nicht mal den Kreis erweitern und gemeinsam feiern und die Gemeinschaft stärken? Gesagt, getan: Termin abgestimmt, Hütte gebucht, Aufgaben verteilt, eben alles, was zu einem Gemeindefest dazugehört. Am Sonntagmorgen kamen mehr als 100 Glaubensgeschwister zusammen, um den Tag, bei zunächst frischen Temperaturen jedoch fast durchgehendem Sonnenschein in lockerer Atmosphäre zu erleben.
Den Gottesdienst leitete der Vorsteher der Gemeinde Lauterbach, Hirte Frank Weller. Er stand unter der Überschrift: „Einander wertschätzen“ und beschäftigte sich mit dem vierten Gebot: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.“ (2. Buch Mose, Kapitel 20, Vers 12a)
Einander wertschätzen
Die Predigt stellte heraus, dass das Gebot, welches zunächst den Blick auf das Verhalten der Kinder den Eltern gegenüber lenkt, keinesfalls eine Einbahnstraße ist. So wie die Kinder aufgefordert werden, die Eltern zu ehren, zu achten, ihnen gehorsam zu sein und Fürsorge zu leisten, gelte für die Eltern, den Erziehungsauftrag ernsthaft wahrzunehmen und den Kindern ein Gott wohlgefälliges Verhalten vorzuleben.
Priesterin Bianca Werner sprach in ihrem Predigtbeitrag direkt die Kinder an und stellte dir Frage, ob Eltern immer alles richtig machen und immer lieb sind. Kopfschütteln bei den Kindern war die Antwort. „Wenn die Eltern gegen den göttlichen Willen handeln, gelte das bekannte Bibelwort: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apostelgeschichte 5,29), fasste die Priesterin zusammen.
Nach dem Gottesdienst wurde der Grill angefeuert, das Salatbuffet aufgebaut und der Getränkewagen geöffnet, Tische herbeigeholt, hier und da Sonnenschirme aufgestellt. Eben alles, was zu einem Fest gehört. Selbstverständlich gab es auch diesmal eine reichhaltige Kuchenauswahl.
Über den ganzen Tag fand man sich in unterschiedlichsten Gruppen zusammen, berichtete sich Neues, erzählte von zurückliegenden Ereignissen und genoss sichtlich die Gemeinschaft.
1. September 2026
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Privat ,
Stephan Talkenberger
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