Mindestens einmal im Jahr kommen die Gemeinden des Kirchenbezirks zum Gottesdienst zusammen. Am 19. Juli feierte Apostel Gerd Kisselbach den Bezirksgottesdienst im Wartenberg-Oval, begleitet von Bischof Sascha Tümmler.. Im Mittelpunkt der Predigt standen die Worte aus Psalm 55, Vers 23: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“. Nach dem Gottesdienst blieben die Gottesdienstteilnehmer zum Mittagessen zusammen. Eine Live-Übertragung zu Kranken und älteren Geschwistern in Bild und Ton war geschaltet.
Der gemischte Chor trug zu Beginn das Lied „Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heilig“ vor. Diesen Gedanken griff der Apostel auf und erläuterte, das Ausziehen der Schuhe sei im Alten Testament Ausdruck der Ehrerbietung Gott gegenüber bei jeder Begegnung gewesen. „Ich ziehe meine Schuhe aus, wenn ich nach Hause komme“. Beide Bilder verband der Apostel mit dem Wunsch, dass Gottesdienst ein Nachhausekommen zu Gott, ein Ort des sich Geborgenfühlens und der persönlichen Begegnung mit ihm sei. Die Geschichte von Elia in der Wüste beschreibe, was Stärkung durch Gott bewirken könne.
Festhalten am Gebet
Die Aufforderung: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“, beinhalte, Gott seine Gedanken zu sagen, leitete der Apostel zum Bibelwort über. Er bat die Gemeinde, am persönlichen Gebet festzuhalten und Gott alles zu sagen. Wichtig sei auch das gemeinschaftliche Gebet, insbesondere mit den Kindern. „Wie sollten sie sonst Beten lernen? Betet mit Kinderworten und Kindergedanken, damit es das Herz erreicht“. Der Apostel lud dazu ein, jedem Tag eine besondere Qualität durch das Gebet zu geben.
Sorge um das Tägliche, die Gemeinde, die Wiederkunft Christi
Apostel Kisselbach nannte drei Sorgen, die dem Herrn vorgetragen werden können:
- Das tägliche Brot. Sicher eine Sorge, gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten. „Stellen wir sie aber nicht über die Sorge des Heils für die Seele und denken wir an die Zusage Jesu, dass Gott weiß, dass wir dessen bedürfen.“
- Eine Sorge könne die zahlenmäßige Entwicklung der Gemeinden sein. Bezugnehmend auf Apostelgeschichte 4,32 beschrieb der Apostel die Gemeinde als stark, die ein Herz und eine Seele sei. Solche Gemeinden könnten die frohe Botschaft des Evangeliums glaubhaft verkündigen. „Diese Arbeit ist so wichtig und wird gesegnet!“
- Die Annahme bei der Wiederkunft Christi könne eine Sorge sein, nannte der Apostel einen dritten Punkt und verdeutlichte, dass es dem Herrn um die Frage der Einstellung ging, als er von den beiden auf der Mühle, auf dem Feld oder dem Bett sprach und jeweils nur einer angenommen wurde. Was damit gemeint sei, mache die Offenbarung deutlich: „Der Geist und die Braut sprechen KOMM. Diese Bitte lasst nie Untergehen!“
Wenn möglich wirklich loslassen
Bischof Sascha Tümmler ging in seinem Predigtbeitrag darauf ein, dass er sich manchmal Sorgen mache, ob es in der Situation angebracht sei zu beten und ob er die richtigen Worte findet. Er betonte, dass ein Gebet immer gut sei und man nicht viele Worte machen muss. Nehmt euch Zeit fürs Gebet und lasst lieber das Handy mal beiseite!“
„Loslassen ist nicht immer einfach. Versuchen wir es, dann wir es für uns leichter. Vertrauen wir Gott!“.
Gemeinschaft nach dem Gottesdienst
Damit niemand hungrig nach Hause fahren musste, wurde im Anschluss eine Suppe mit Wursteinlage und Brötchen und Getränke angeboten. Helfende Hände hatten ausreichend Sitzgelegenheiten geschaffen. Die Möglichkeit zum Austausch auch mit dem Apostel und Bischof wurde vielfach genutzt. Bis spätestens im nächsten Jahr! Vielen Dank allen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.
27. Juli 2026
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Privat ,
Steffen Wahl
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