Bibelkunde - so lautete die Überschrift zum Gottesdienst am 12. Juni. Im Mittelpunkt stand die biblische Geschichte des Propheten Elia und der Witwe von Sarepta mit ihrem Sohn. Am Gottesdienst in der Zentralkirche in Lauterbach nahmen neben der Gastgebergemeinde auch die Gemeindemitglieder aus Alsfeld, Fulda, Grünberg, Mücke und Nidda teil. Die Gläubigen freuten sich, Apostel Kisselbach im Dienen zu erleben.
Auf Gottes Taten schauen
Zu Beginn ging der Apostel auf den Vortrag des gemischten Chores ein: "Heute, so ihr seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht." "Äger und Enttäuschung führen hin und wieder zu einem verstockten, nicht aufnahmefähigen Herz", griff der Apostel den Impuls aus dem Lied des Chores auf und gab den Rat, immer wieder auf das Große zu schauen, was Gott getan hat und tut. Daraus entstehen Dankbarkeit und Freude. Die Herzen werden weich und empfindsam für Gottes Wirken.
Gott hilft in der Not
Ein Teil aus der Geschichte von Elia und der Witwe von Sarepta - einigen vielleicht besser bekannt unter Zarpat - war Grundlage der Predigt. "Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte es nicht nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch Elia" (1. Könige 17, Vers 16).
Die Witwe hatte nur noch einen Rest Mehl und Öl. Für eine letzte Mahlzeit würde es noch reichen. Danach hätten sie und ihr Sohn sterben müssen. Sie hatte nichts mehr und zu kaufen gab es auch nichts. Es herrschte große Hungersnot im Land, da es nicht regnete. Gerade jetzt kam der Prophet, der auch Hunger litt, und forderte die Witwe auf, zunächst ihm etwas zu backen und anschließend für sich und ihr Kind. Die Witwe folgte nach anfänglichem Zögern der Aufforderung Elias`. Alle drei erlebten die Erfüllung der Zusage aus dem Bibelwort. Nicht nur einmal, sondern drei Jahre lang Tag für Tag. Möglich wurde es, weil die Witwe bereit war, ihre Zweifel zu überwinden und dem Prophet von dem Wenigen, was sie hatte, zuerst zu geben. Gott segnete ihr Verhalten. Soweit der geschichtliche Hintergrund.
Gottes Versorgung heute
"Gottes starke und segnende Hand hat nichts von ihrer Kraft eingebüßt. Auch heute versorgt Gott seine Kinder. Er will uns das ewige Leben schenken, die Gemeinschaft mit ihm. Mehr Segen geht nicht". Im Weiteren führte der Apostel aus, dass jeder - genau wie die Witwe - bereit sein muss, etwas zu geben, sich selbst zu überwinden und zu unterlassen, was nicht zur Gotteskindschaft passt.
Er forderte die Gemeinde auf, sich an das Konfirmationsgelübde zu erinnern. Gutes zu tun, das Böse zu meiden, die Gebote zu halten. "Wir leben in schwierigen Zeiten. Das zeigt uns der Blick in die Gesellschaft mit allen Problemen ebenso wie der Blick auf die Arbeit in den Gemeinden", führte der Apostel aus und gab den Hinweis, nicht dem Gedanken zu verfallen, nur noch an sich zu denken. "Dieser Gedanke kommt nicht aus dem Heiligen Geist. Gottes Geist rät jedem: Folge dem Herrn und diene ihm mit Freuden!"
Gott vollkommen vertrauen
"Später starb der Sohn der Witwe. Elia betete und erweckte ihm zu neuem Leben. Erst jetzt erkannte die Witwe in Elia den Mann Gottes. Erstaunlich, hatte sie doch schon längere Zeit das Wunder der Versorgung erlebt", griff der Apostel noch einmal auf die Geschichte der Bibel zurück und schlug erneut den Bogen ins Heute:
"Manchmal fühlen wir nicht Gottes Nähe und fragen: Wo bist du, Gott? Auch wir haben schon vieles mit ihm erlebt. Vergessen wir nicht: Gott ist immer da! Lasst uns gemeinsam diesen Schritt machen und ihm vollkommen vertrauen. Gott will ewiges Leben schenken!"
Gott hält dich fest
Zum Ende des Gottesdienstes trug der Chor das Lied: "Mög die Sonn dir scheinen". Im Refrain heißt es: "Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest an seiner Hand!" Treffender konnte man den Gottesdienst nicht zusammenfassen.
Apostel Gerd Kisselbach dient in Lauterbach
15. Juni 2024
Text:
Hans-Jürgen Röhr
Fotos:
Stephan Talkenberger
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